Dienstag, 9. Dezember 2014

Wandern auf Menorca: Mehr Natur geht nicht

Menorca: Nördlich von Ciutadella führt die Straße von der ehemaligen Inselhauptstadt durch ein karges, wüstenähnliches Gebiet. Foto: Fundació Destí Menorca

An Ostern auf der Baleareninsel dem deutschen Restwinter entfliehen

Wandern auf Menorca: Mehr Natur geht nicht


Osnabrück und Hamburg, Dezember 2014 (gr) Übersetzt heißt sie „die Kleinere“. Aber in Sachen Natur ist Menorca ganz groß. Vor 20 Jahren erklärte die Unesco Mallorcas kleine Schwester zum Biosphärenreservat, Bettenburgen und Autobahnen gibt es hier nicht. Ab Ostern lädt Natours Reisen zu Wandertouren nach Menorca. Es geht quer über die Insel und direkt hinein in den Frühling. Auf dem der erst vor vier Jahren freigegebenen historischen Küstenreitweg „Camí de Cavalls“ wandert die Gruppe hoch über dem Meer. Hügel voller weiß-gelber Margeriten und türkisblaues Meer lassen den deutschen Restwinter schnell vergessen.

Die achttägige Tour von Ost nach West beginnt in Mahón. Das Port Mahón**** ist das renommierteste Hotel der Inselhauptstadt, mit einem Mix aus englischer Noblesse und mediterraner Gastlichkeit. Von der Terrasse aus kann man dem Treiben im zweitgrößten Naturhafen der Welt zuschauen. Von Tag zwei an wird gewandert. Mehr als die Hälfte Menorcas steht unter Natur- oder Landschaftsschutz. Zwei Regionen prägen das Inselbild: im Norden die „Tramuntana“ mit Bergen und schroffen Küsten, im Süden das sanfte Hügelland „Migjorn“.

Dementsprechend abwechslungsreich sind die vier- bis fünfstündigen Touren für Wanderer mit durchschnittlicher Kondition. Oft geht die Gruppe auf dem erst vor vier Jahren freigegebenen „Camí de Cavalls“. Es ist ein alter Pferdeweg, der rund um die Insel führt und seit dem Mittelalter von den Einheimischen genutzt wurde, um nach Piraten und anderen Angreifern Ausschau zu halten. Von hier aus bieten sich unvergessliche Ausblicke auf das Mittelmeer, auf Steilküsten und von oben herab in einsame Buchten. Der Weg führt auch mitten hinein in den Naturpark „S’Albufera des Grau“, wo sich mit ein bisschen Glück an einer großen Lagune Kormorane und Graureiher, Enten und Eisvögel beobachten lassen.

Weiter geht es ins Inselinnere. Die Wanderer übernachten in einem familiengeführten Hostal in Es Mercadal. Der Monte Toro, die mit 357 Metern höchste Erhebung Menorcas, thront über der hellweißen Ortschaft. Bei Wein und dem inseltypischen „Queso Mahón“ ziehen abends in Gedanken die Bilder und Erlebnisse des Tages vorbei. Das idyllische Fischerdorf, der steinige Küstenpfad, die versteckte Bucht, der lange Weg dorthin und schließlich die Belohnung: in einer gemütlichen Strandbar die nackten Füße in den warmen Sand stecken und einen Drink schlürfen.

Letzte Station der Tour ist Ciutadella, die frühere Hauptstadt der Insel. Prächtige Paläste und die Kathedrale im gotischen Stil zeugen von der glorreichen Vergangenheit als wohlhabende Bischofsstadt. Dann heißt es am achten Tag Abschied nehmen für alle, die sich nicht für eine Verlängerung entschieden haben.

Die elftägige Variante der Menorca-Tour führt noch einmal in den Süden, wo die wilde Schlucht von Llucalari durchwandert wird. Außerdem steht der Besuch der berühmten Naturgrotte „Cova d’en Xoroi“auf dem Programm. Sie soll dem maurischen Piraten „Xoroi („der Einohrige“) einst als Unterschlupf gedient haben. Inzwischen wird die Grotte im Steilhang nachts als Diskothek genutzt. Wer mag, kann nach der Besichtigung bleiben, den Sonnenuntergang beobachten und danach unter den Sternen und mit Blick auf das Meer tanzen.

Reisedaten: 7/10 Übernachtungen in 4-Sterne-Hotels, einem Mittelklassehotel und einer Pension, Frühstück und Abendessen, 5/7 geführte Wanderungen mit deutschsprachigen Reiseleitern, Gepäcktransfer, gewandert wird nur mit Tagesrucksäcken, ab 1349 Euro.

Reisetermine: 29.3.-5.4.2015 und vier weitere Touren bis Anfang Juni, im Herbst gibt es vier Touren vom 10.9. bis 25.10.2015

Weitere Informationen:
Natours Reisen
Immelmannweg 36
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